Die Aura der Wahrnehmung

 

aus unserer „Vision der Welt“ folgt unsere „Beziehung zur Welt“. Deswegen messe ich  den Kenntnissen zur „Wahrnehmung“ eine so große Bedeutung zu. Heute gibt es dazu den irrführenden und etwas schulmeisterlichen Begriff der „Kognitionsforschung“.
Als Maler, will ich weiterhin behaupten, dass die Sicht und die Wahrnehmung nicht dasselbe ist!
Es handelt sich um zwei unterschiedliche Werkzeuge, die zwei Ordnungen unterscheiden, die nebeneinander in einem selben Objekt existieren. Ein Paar, das die Physiker „Materie-Energie“ nennen und das Mendeleïev in sein Periodensystem einordnete. Vereinfachend kann man sagen, dass die Sicht die Dinge in ihrer Art und Menge erkennen lässt, die Wahrnehmung in ihrer Natur und Qualität.
Saint-Exupery sagt dies auch, wenn er in seinen kleinen Prinzen sagen lässt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Die Aura der Wahrnehmung ist die Vision des Herzens, die die Maler sich als Ideal geben.

Fortsetzung folgt...

Pierre de Mougins

Übersetzung: Silke Christ

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